● LIVEECB RATE 2.4%·EUR/USD 1.1539·EUR/GBP 0.8558·BRUSSELS 21°C — OVERCAST·VON DER LEYEN WILL WETTBEWERBSFÄHIGKEIT MIT EUROPÄISCHER STRATEGISCHER AUTONOMIE VERKNÜPFEN·KI-GENERIERTE INHALTE ÜBERSCHWEMMEN DAS NETZ UND TREIBEN GRASSROOTS-ANTI‑BOT‑TOOLS VORAN·HITZEWELLEN SCHWÄCHEN KONZENTRATION UND WOHLBEFINDEN IN EUROPA, SAGEN WISSENSCHAFTLER·EUROPÄISCHE STÄDTE MACHEN ÖFFENTLICHE BÄUME ZU KOSTENLOSEM ESSEN FÜR DIE BEWOHNER·KI DOMINIERT DAS NETZ, NUTZER SUCHEN NACH WEGEN, MENSCHLICHE INHALTE ZU SCHÜTZEN·ESSBARE STADT: WIE BÜRGER OBST VON ÖFFENTLICHEN BÄUMEN ERNTEN UND WAS DAS FÜR EUROPA BEDEUTET·WOCHE 38 · VOL. XV · N°258·● LIVEECB RATE 2.4%·EUR/USD 1.1539·EUR/GBP 0.8558·BRUSSELS 21°C — OVERCAST·VON DER LEYEN WILL WETTBEWERBSFÄHIGKEIT MIT EUROPÄISCHER STRATEGISCHER AUTONOMIE VERKNÜPFEN·KI-GENERIERTE INHALTE ÜBERSCHWEMMEN DAS NETZ UND TREIBEN GRASSROOTS-ANTI‑BOT‑TOOLS VORAN·HITZEWELLEN SCHWÄCHEN KONZENTRATION UND WOHLBEFINDEN IN EUROPA, SAGEN WISSENSCHAFTLER·EUROPÄISCHE STÄDTE MACHEN ÖFFENTLICHE BÄUME ZU KOSTENLOSEM ESSEN FÜR DIE BEWOHNER·KI DOMINIERT DAS NETZ, NUTZER SUCHEN NACH WEGEN, MENSCHLICHE INHALTE ZU SCHÜTZEN·ESSBARE STADT: WIE BÜRGER OBST VON ÖFFENTLICHEN BÄUMEN ERNTEN UND WAS DAS FÜR EUROPA BEDEUTET·WOCHE 38 · VOL. XV · N°258·
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Vol. XV · N°258
Dienstag, 15. September 2026
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Politik15. September 2026

Von der Leyen will Wettbewerbsfähigkeit mit europäischer strategischer Autonomie verknüpfen

Im State of the Union am 16. September soll die EU‑Kommission Wettbewerbsfähigkeit als Kern der strategischen Unabhängigkeit präsentieren.

Von der Leyen will Wettbewerbsfähigkeit mit europäischer strategischer Autonomie verknüpfen

Ursula von der Leyen wird am 16. September das Europäische Parlament zu ihrer jährlichen Rede zum Stand der Europäischen Union (SOTEU) ansprechen, und das Thema Wettbewerbsfähigkeit wird die Agenda dominieren. Was die Kommission mit dem Begriff beabsichtigt, bleibt jedoch unter Politikern, Denkfabriken und Industriebeobachtern umstritten.

Ein neues Briefing zur Wettbewerbsfähigkeit

In einem neuen Briefing mit dem Titel Economic Competitiveness and European Citizens beantworteten elf Fachleute aus Brüssel und darüber hinaus zwölf Fragen zur Debatte über die Wettbewerbsfähigkeit des Kontinents. Ihre Antworten gingen auseinander über die Ursachen der wirtschaftlichen Rückständigkeit Europas, den erforderlichen Politikmix und sogar darüber, ob "Wettbewerbsfähigkeit" der richtige Blickwinkel für die kommenden Herausforderungen sei. Dennoch zeigte sich ein klares Muster: Die Kommission wird Wettbewerbsfähigkeit wahrscheinlich nicht nur als Wachstumstreiber, sondern als wirtschaftliches Rückgrat der strategischen Autonomie Europas darstellen.

Wettbewerbsfähigkeit als Pfeiler der Unabhängigkeit

Jan Dröge von Schuman Associates erwartet, dass der Begriff "weniger als eigenständige Wirtschaftsagenda und zunehmend als wirtschaftliche Dimension europäischer Unabhängigkeit" auftaucht. Er sieht ein Narrativ, das Markteffizienz mit der Fähigkeit der Union verknüpft, ohne äußeren Druck zu handeln. Peter Hefele, Senior Fellow am Martens Centre, bestätigt diese Sichtweise und verweist auf eine enge Verknüpfung von Wettbewerbsfähigkeit, dem Binnenmarkt, Energiekosten, Verteidigungsbereitschaft, technologischer Souveränität und dem bevorstehenden EU‑Haushalt.

Für viele Experten wird die internationale Dimension im Vordergrund stehen. Karel Lannoo vom CEPS prognostiziert einen Fokus auf die globale Stellung der EU und ihre Verteidigungsposition, während Feriel Saouli von SEC Newgate EU argumentiert, dass die Rede ein Bekenntnis zu offenem, regelbasiertem Handel mit dem Entschluss verbinden wird, die Verwundbarkeit gegenüber Zwang, unfairem Wettbewerb und der Abhängigkeit von einzelnen Lieferanten zu reduzieren.

Inlandsbezüge: Haushalt, Vereinfachung und kollektives Handeln

Auf nationaler Ebene glaubt Isabelle De Vinck von Political Intelligence, dass von der Leyen Wettbewerbsfähigkeit mit zwei ungelösten Themen verknüpfen wird: dem mehrjährigen Finanzrahmen der EU und der Vereinfachungsagenda der Kommission. Elaine Cruikshanks von Acumen Public Affairs ergänzt, dass die Kommission erweiterte Befugnisse benötigen wird, um schnell auf globale Konkurrenz zu reagieren, was auf mögliche institutionelle Reformen hindeutet.

Ein weiterer Kommentarstrang betont Einheit über nationale Eigeninteressen. Roxana Moldovan von Red Flag prognostiziert eine Botschaft, die sich um "Einheit, Resilienz und die kollektive Stärke Europas" dreht und Wettbewerbsfähigkeit als gemeinschaftliche Leistung statt als Wettbewerb zwischen Mitgliedstaaten darstellt.

Nicht alle Befragten sehen einen dramatischen Wandel. László Andor von FEPS erwartet Kontinuität mit den letzten zwei Jahren der Politik, weist jedoch auf eine subtile Rhetorikänderung hin, die eine neue Betonung konkreter Ergebnisse signalisieren könnte.

Welche konkreten Maßnahmen könnten kommen?

Auf die Frage, was ein wettbewerbsfähigeres Europa für seine Bürger leisten sollte, betonten die Experten die Notwendigkeit greifbarer Projekte mit klaren Fristen, Finanzierung und politischer Verantwortung. Peter Hefele nannte mehrere Möglichkeiten: Mobilisierung europäischer Ersparnisse, Vollendung des Dienstleistungsmarktes und der Energieunion, Ausbau europäischer Technologieplattformen und Stärkung gemeinsamer Beschaffungsmechanismen.

Er hob zudem die Bedeutung der Verknüpfung der Agenda mit Qualifikationsentwicklung, hochwertigen Arbeitsplätzen und Erschwinglichkeit hervor, Aspekte der Wirtschaft, die Menschen im Alltag spüren. In allen Interviews kam das wiederkehrende Fazit zum Ausdruck, dass Europa keine weitere Ebene von Strategien, Slogans oder Zielen brauche, sondern die Fähigkeit, Ergebnisse zu liefern, die Bürger sehen und fühlen können.

Ausblick

Der Bericht schließt, dass die bevorstehende Rede ein Test dafür sein wird, ob die Kommission von Rhetorik zu Umsetzung übergehen kann. Wenn von der Leyen ein begrenztes Set an Projekten präsentieren kann, das durch Finanzierung und klare Governance unterstützt wird, könnte das Wettbewerbsfähigkeits‑Narrativ zu einer Verbesserung des Lebensstandards, zu sinkenden Energiekosten und zur Stärkung der strategischen Autonomie der EU werden.

Stakeholder auf dem gesamten Kontinent werden genau hinsehen. Gewerkschaften haben bereits gewarnt, dass jede Wettbewerbsstrategie nicht auf Kosten von Arbeitnehmerrechten oder Lohnwachstum gehen darf. Wirtschaftsverbände hingegen argumentieren, dass die Reduzierung regulatorischer Belastungen und die Förderung von Innovationen entscheidend seien, um europäische Unternehmen gegenüber US‑ und asiatischen Konkurrenten wettbewerbsfähig zu halten.

Ob die Rede diese konkurrierenden Forderungen in Einklang bringen wird, bleibt abzuwarten. Klar ist jedoch, dass die Fähigkeit der Kommission, das Thema Wettbewerbsfähigkeit in konkrete, bürgernahe Ergebnisse zu übersetzen, die wirtschaftliche Entwicklung der EU in den kommenden Jahren prägen wird.

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