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Vol. XV · N°259
Mittwoch, 16. September 2026
Start/Kultur/eu-parlament-unterst-tzt-notfallhilfe-von-144-millionen-euro-w-hrend-klimaanpassungsfinanzierung-heftig-diskutiert-wird
Kultur08. Juli 2026

EU-Parlament unterstützt Notfallhilfe von 144 Millionen Euro, während Klimaanpassungsfinanzierung heftig diskutiert wird

Das Europäische Parlament hat vorläufige Zustimmung zu einem Notfallpaket von 144,1 Millionen Euro für Spanien, Rumänien und Zypern gegeben, während die Finanzierung des Klimaanpassungsprogramms um 70 Milliarden Euro pro Jahr stark umstritten ist.

EU-Parlament unterstützt Notfallhilfe von 144 Millionen Euro, während Klimaanpassungsfinanzierung heftig diskutiert wird

Das Europäische Parlament hat vorläufige Zustimmung zu einem Notfallhilfspaket von 144,1 Millionen Euro gegeben, um Spanien, Rumänien und Zypern beim Wiederaufbau nach den Waldbränden, Überschwemmungen und Hitzewellen zu unterstützen, die die drei Länder im Jahr 2025 getroffen haben.

Warnung vor Verzögerungen

Im letzten Plenarsaal in Straßburg vor der Sommerpause warnte der belgische Abgeordnete Pascal Arimont, dass Europa nicht auf eine umfassende Lösung warten könne, und forderte das Parlament auf, die freiwillige Beteiligung an Feuerwehreinheiten zu stärken.

Umfang der Notfallreaktion

Der Europäische Zivilschutzmechanismus entsandte 777 Feuerwehrleute aus 14 Mitgliedstaaten, um Waldbrände in Zypern, Griechenland, Italien, Frankreich, Spanien und Portugal zu bekämpfen. Der Sommer brachte schwere Brandereignisse in Portugal, Frankreich, Spanien, Griechenland und Kroatien nach einer rekordverdächtigen Hitzewelle, die in ganz Europa zu mehr als 1.300 zusätzlichen Todesfällen führte.

Freiwillige Feuerwehren stellen bereits den Großteil der Löschkapazität in mehreren EU‑Ländern bereit, 94 % in Portugal, 97 % in Deutschland und fast die gesamte Kraft in Österreich.

Klimaanpassungsfinanzierung und politische Vorschläge

Das EU‑Klimaanpassungsprogramm wird auf etwa 70 Milliarden Euro pro Jahr geschätzt. Vertreter der Union und Klima‑NGOs argumentieren, dass die Abhängigkeit von unbezahlten Freiwilligen nicht nachhaltig sei, und fordern einen speziellen Fonds, der vom fossilen Energiesektor finanziert wird, um die jährlichen Kosten zu decken.

Die Grünen haben vorgeschlagen, die Gewinne großer Ölkonzerne, TotalEnergies, BP, Chevron, Exxon Mobil und Shell, zu besteuern, um das 70‑Milliarden‑Euro‑Anpassungsbudget zu finanzieren. Die Fraktion der Sozialdemokraten und Demokraten (S&D) hat zusammen mit den Grünen und der Fraktion Europa der souveränen Nationen Gesetzgebung gefordert, die Obergrenzen für Arbeitsplatz‑Temperaturen festlegt und einen eigenen Anpassungsfonds schafft.

Die grüne Abgeordnete Sara Matthieu betonte, dass die Geräte in Rechenzentren unter 27 °C bleiben müssen, während es für menschliche Arbeitskräfte keine vergleichbare Regelung gebe, und forderte verbindliche Hitzewellen‑Standards für Wohnungen, Schulen und Krankenhäuser, finanziert von den Verursachern.

Haushaltsverhandlungen und politische Positionen

Der Haushaltsvorschlag der Europäischen Kommission für Juli 2025 für den Zeitraum 2028‑2034 beläuft sich auf fast 2 Billionen Euro, wobei 35 % für Klimaschutz vorgesehen sind. Deutschland, die Niederlande, Dänemark und Schweden haben die Größe des geplanten Klimabudgets kritisiert und als zu ambitioniert bezeichnet.

Die Vorsitzende der Sozialdemokraten und Demokraten, Iratxe García Pérez, warnte, dass die bevorstehenden Haushaltsverhandlungen zeigen werden, welche Länder bereit sind, ihre Bürger zu schützen.

Zukunft des Anpassungsplans

EU-Kommissarin für Vorbereitung und Krisenmanagement Hadja Lahbib kündigte ein "Toolkit" an, um das Bewusstsein für Hitzewellenrisiken zu schärfen und das freiwillige Engagement zu fördern, und sagte, ein Herbst‑Klimaanpassungsplan werde vorgestellt, der urbane Resilienz, Bauvorschriften und Kühlung öffentlicher Räume umfasst.

Der Herbstplan wird auf dem Zivilschutzrahmen basieren, wobei Länder Unterstützung anfordern können und die Wirksamkeit von schnellen Entscheidungen in Brüssel sowie von Beiträgen der Mitgliedstaaten an Personal und Ausrüstung abhängt.

Das Ergebnis der Haushaltsgespräche wird bestimmen, welchen Schutz freiwillige Feuerwehrleute, landwirtschaftliche Arbeitskräfte und andere Frontarbeiter erhalten. Haushalte beobachten mögliche Maßnahmen wie subventionierte Kühlung, strengere Bauvorschriften und Begrünung öffentlicher Räume, die nur umgesetzt werden, wenn Finanzierungsmechanismen geschaffen sind.

Die Kosten von 70 Milliarden Euro für die Anpassung werden als bevorstehende Realität beschrieben, die Europas Resilienz, die öffentliche Gesundheit und das Machtgleichgewicht zwischen Industrie, Regierungen und Zivilgesellschaft prägen wird.

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