● LIVEECB RATE 2.4%·EUR/USD 1.1539·EUR/GBP 0.8558·BRUSSELS 20°C — OVERCAST·VON DER LEYEN WILL WETTBEWERBSFÄHIGKEIT MIT EUROPÄISCHER STRATEGISCHER AUTONOMIE VERKNÜPFEN·KI-GENERIERTE INHALTE ÜBERSCHWEMMEN DAS NETZ UND TREIBEN GRASSROOTS-ANTI‑BOT‑TOOLS VORAN·HITZEWELLEN SCHWÄCHEN KONZENTRATION UND WOHLBEFINDEN IN EUROPA, SAGEN WISSENSCHAFTLER·EUROPÄISCHE STÄDTE MACHEN ÖFFENTLICHE BÄUME ZU KOSTENLOSEM ESSEN FÜR DIE BEWOHNER·KI DOMINIERT DAS NETZ, NUTZER SUCHEN NACH WEGEN, MENSCHLICHE INHALTE ZU SCHÜTZEN·ESSBARE STADT: WIE BÜRGER OBST VON ÖFFENTLICHEN BÄUMEN ERNTEN UND WAS DAS FÜR EUROPA BEDEUTET·WOCHE 38 · VOL. XV · N°259·● LIVEECB RATE 2.4%·EUR/USD 1.1539·EUR/GBP 0.8558·BRUSSELS 20°C — OVERCAST·VON DER LEYEN WILL WETTBEWERBSFÄHIGKEIT MIT EUROPÄISCHER STRATEGISCHER AUTONOMIE VERKNÜPFEN·KI-GENERIERTE INHALTE ÜBERSCHWEMMEN DAS NETZ UND TREIBEN GRASSROOTS-ANTI‑BOT‑TOOLS VORAN·HITZEWELLEN SCHWÄCHEN KONZENTRATION UND WOHLBEFINDEN IN EUROPA, SAGEN WISSENSCHAFTLER·EUROPÄISCHE STÄDTE MACHEN ÖFFENTLICHE BÄUME ZU KOSTENLOSEM ESSEN FÜR DIE BEWOHNER·KI DOMINIERT DAS NETZ, NUTZER SUCHEN NACH WEGEN, MENSCHLICHE INHALTE ZU SCHÜTZEN·ESSBARE STADT: WIE BÜRGER OBST VON ÖFFENTLICHEN BÄUMEN ERNTEN UND WAS DAS FÜR EUROPA BEDEUTET·WOCHE 38 · VOL. XV · N°259·
Brüssel · Gegr. 2012
Unabhängiger europäischer Journalismus

Unionpress

Vol. XV · N°259
Mittwoch, 16. September 2026
Start/Europa/eu-stoppt-biometrisches-ein-und-ausreisemanagement-f-r-den-sommer-wegen-warteschlangen-sorgen
Europa07. Juli 2026

EU stoppt biometrisches Ein- und Ausreisemanagement für den Sommer wegen Warteschlangen‑Sorgen

Die Europäische Kommission hat das Entry/Exit System (EES) bis auf Weiteres ausgesetzt, nachdem Luftfahrtverbände und Verbrauchergruppen vor langen Warteschlangen im Sommer warnten.

EU stoppt biometrisches Ein- und Ausreisemanagement für den Sommer wegen Warteschlangen‑Sorgen

Am 6. Juli teilte die Europäische Kommission mit, dass das Entry/Exit System (EES), ein biometrisches Registrierungsverfahren für Reisende aus Nicht‑Schengen‑Ländern, für unbestimmte Zeit ausgesetzt wird. Der Beschluss folgt einer gemeinsamen Bitte von Fluggesellschaften, Flughafenverbänden und Verbraucherorganisationen, die davor warnten, dass das System im Sommer zu langen Warteschlangen führen könnte.

Was das EES hätte bedeutet

Im Rahmen des EES müssten Reisende aus Ländern außerhalb des Schengenraums an einem Selbstbedienungs‑Kiosk ihre Passdaten, ein Gesichtsfoto und Fingerabdrücke erfassen lassen. Kinder unter zwölf Jahren wären von der Fingerabdrucknahme ausgenommen. Die Kommission schätzt, dass das neue Verfahren die durchschnittliche Bearbeitungszeit von etwa 90 Sekunden auf rund 20 Sekunden pro Passagier reduzieren könnte.

Das System sollte an den wichtigsten Einreiseflughäfen in Frankreich, Deutschland und Spanien eingeführt werden, wo die Nachfrage von Besuchern aus dem Vereinigten Königreich und anderen Drittstaaten im Sommer ihren Höhepunkt erreicht. Medienberichte hatten bereits darauf hingewiesen, dass Warteschlangen bis zu fünf Stunden dauern und Flüge mit leeren Sitzplätzen starten könnten, ein Kritikpunkt, der mit dem Brexit in Verbindung gebracht wurde.

Druck aus der Luftfahrtbranche

Ein am 1. Juli datiertes Schreiben, unterzeichnet von einer Koalition europäischer Flughäfen, Fluggesellschaften und Luftfahrtorganisationen, forderte die Kommission auf, das EES während der Hauptreisezeiten zu stoppen. Das Schreiben warnte, dass verlängerte Verzögerungen zu Flugausfällen, einem Vertrauensverlust bei den Passagieren und einer Schädigung der Tourismus‑Erholung führen könnten. Es fasste die Lage mit den Worten zusammen: "Grenzbehörden, Flughäfen und Fluggesellschaften stehen unter untragbarem Druck."

Kommissionssprecher Markus Lammert erklärte, die EU könne die biometrische Registrierung vorübergehend einstellen, wenn ein Grenzpunkt "außergewöhnlich hohem Druck" ausgesetzt sei. Er fügte hinzu, dass nationale Behörden entscheiden könnten, keine biometrischen Daten zu erheben, und dass Frontex zur Unterstützung stark frequentierter Kontrollen eingesetzt werde.

Hintergrund und Rückschläge

Ursprünglich sollte das EES 2020 eingeführt werden, dem Jahr, in dem das Vereinigte Königreich die EU verließ. Politische Zurückhaltung bei Innenministern verzögerte das Projekt, und das System wurde erst im Oktober 2023 aktiviert. Die Einführung wurde durch Personalmangel, unzureichende Infrastruktur und zu wenig Platz an den Grenzstellen behindert.

2019 sicherten Atos aus Frankreich zusammen mit IBM und Leonardo einen Auftrag im Wert von 142 Millionen Euro für den Aufbau der EES‑Plattform; der Vertrag stieg später auf 212 Millionen Euro. Die Europäische Staatsanwaltschaft leitete ein Ermittlungsverfahren ein, nachdem durchgesickerte Dokumente darauf hindeuteten, dass das Moskauer Büro von Atos in die Beschaffung der Software involviert war.

Kritik und Sicht der Gewerkschaften

Kritiker bezeichnen das System als punitive Maßnahme im Zusammenhang mit dem Brexit, eine Ansicht, die Ryanair‑Chef Michael O'Leary teilt. Er nannte das System "bürokratische Dummheit" und verglich es mit "französischer Grenzkontrolle in Dover".

Gewerkschaften der Flughafenmitarbeiter erkennen an, dass die Kontrollen die Warteschlangen verlängern könnten, argumentieren jedoch, dass sie die Sicherheit erhöhen und illegale Überaufenthalte reduzieren könnten.

Folgen der Aussetzung

Durch die Pause bleibt die herkömmliche Passstempelung den ganzen Sommer über in Kraft, sodass die Bearbeitungszeiten bei etwa neunzig Sekunden pro Person bleiben. Die Kommission hat betont, dass die Aussetzung vorübergehend sei und das EES nach dem Sommerhoch wieder eingeführt werde, sobald technische Probleme behoben sind.

Reisenden wird geraten, für die Grenzverfahren mehr Zeit einzuplanen und die aktuellen Informationen der nationalen Grenzbehörden zu verfolgen.

■ ENDEEuropa© UnionPress 2026