● LIVEECB RATE 2.4%·EUR/USD 1.1539·EUR/GBP 0.8558·BRUSSELS 20°C — OVERCAST·VON DER LEYEN WILL WETTBEWERBSFÄHIGKEIT MIT EUROPÄISCHER STRATEGISCHER AUTONOMIE VERKNÜPFEN·KI-GENERIERTE INHALTE ÜBERSCHWEMMEN DAS NETZ UND TREIBEN GRASSROOTS-ANTI‑BOT‑TOOLS VORAN·HITZEWELLEN SCHWÄCHEN KONZENTRATION UND WOHLBEFINDEN IN EUROPA, SAGEN WISSENSCHAFTLER·EUROPÄISCHE STÄDTE MACHEN ÖFFENTLICHE BÄUME ZU KOSTENLOSEM ESSEN FÜR DIE BEWOHNER·KI DOMINIERT DAS NETZ, NUTZER SUCHEN NACH WEGEN, MENSCHLICHE INHALTE ZU SCHÜTZEN·ESSBARE STADT: WIE BÜRGER OBST VON ÖFFENTLICHEN BÄUMEN ERNTEN UND WAS DAS FÜR EUROPA BEDEUTET·WOCHE 38 · VOL. XV · N°259·● LIVEECB RATE 2.4%·EUR/USD 1.1539·EUR/GBP 0.8558·BRUSSELS 20°C — OVERCAST·VON DER LEYEN WILL WETTBEWERBSFÄHIGKEIT MIT EUROPÄISCHER STRATEGISCHER AUTONOMIE VERKNÜPFEN·KI-GENERIERTE INHALTE ÜBERSCHWEMMEN DAS NETZ UND TREIBEN GRASSROOTS-ANTI‑BOT‑TOOLS VORAN·HITZEWELLEN SCHWÄCHEN KONZENTRATION UND WOHLBEFINDEN IN EUROPA, SAGEN WISSENSCHAFTLER·EUROPÄISCHE STÄDTE MACHEN ÖFFENTLICHE BÄUME ZU KOSTENLOSEM ESSEN FÜR DIE BEWOHNER·KI DOMINIERT DAS NETZ, NUTZER SUCHEN NACH WEGEN, MENSCHLICHE INHALTE ZU SCHÜTZEN·ESSBARE STADT: WIE BÜRGER OBST VON ÖFFENTLICHEN BÄUMEN ERNTEN UND WAS DAS FÜR EUROPA BEDEUTET·WOCHE 38 · VOL. XV · N°259·
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Unionpress

Vol. XV · N°259
Mittwoch, 16. September 2026
Start/Wirtschaft/warum-das-steuersystem-gas-statt-strom-begnstigt
Wirtschaft23. Juli 2026

EU‑Ziel für Elektrifizierung durch verzerrtes Steuersystem gefährdet

Die EU will den Elektrifizierungsanteil bis 2040 auf 46 % steigern, doch das aktuelle Steuermodell macht Strom teurer als Gas und bedroht das Vorhaben.

EU‑Ziel für Elektrifizierung durch verzerrtes Steuersystem gefährdet

Die Europäische Union hat ihr Ziel bekräftigt, den Elektrifizierungsgrad von rund 23 % auf 46 % bis 2040 zu erhöhen, doch das derzeitige Steuersystem macht Strom deutlich teurer als Gas und gefährdet damit den Plan.

Steuerbedingte Preisdifferenz

In allen EU‑Ländern außer Finnland und Schweden liegen die Endverbraucher‑Strompreise mehr als doppelt so hoch wie die Preise für Gas, das direkt zum Heizen oder Kochen verwendet wird. Eurostat führt die Diskrepanz vor allem auf Steuern, Abgaben und regulierte Gebühren zurück, sie machen etwa ein Viertel bis fast ein Drittel der durchschnittlichen Stromrechnung eines EU‑Haushalts aus, in Italien sogar bis zu 35 %.

Gas kann in Heizkesseln verbrannt oder in Kraftwerken eingesetzt werden; beide Wege erzeugen Emissionen und gesundheitliche Belastungen und halten die Union abhängig von volatilen Drittland‑Lieferungen. Im Gegensatz dazu kann sauberer Strom, idealerweise aus erneuerbaren Quellen, heimisch erzeugt werden und ist effizienter.

Seit dem Einmarsch Russlands in die Ukraine sind die Großhandels‑Strompreise in vielen Märkten gesunken, weil die erneuerbare Kapazität ausgebaut und der Gasanteil in der Stromerzeugung reduziert wurde. Christophe Jost, Koordinator für Energiepolitik beim Climate Action Network Europe, warnt jedoch, dass „diese Entwicklung durch steigende Steuern, Abgaben und andere regulierte Gebühren teilweise wieder aufgezehrt werde, sodass die Ersparnisse nicht vollständig an die Verbraucher*innen weitergegeben würden." Die Einnahmen aus Stromabgaben sind größtenteils für die Energiewende reserviert, während Gas, das direkt verwendet wird, kaum besteuert wird, weil es als „günstiger Übergangsenergieträger" gilt. Diese Doppelspur‑Politik begünstigt weiterhin Gasheizungen und schwächt den Anreiz für elektrische Wärmepumpen.

Auswirkungen auf Haushalte und Klimaziele

Die Preisunterschiede bestimmen unmittelbar das Konsumverhalten. In Schweden und Finnland, wo die Lücke zwischen Gas und Strom am geringsten ist, melden Hersteller die höchsten Verkaufszahlen von elektrischen Wärmepumpen. Diese Geräte können bis zu viermal effizienter sein als herkömmliche Gasheizungen und bleiben wirtschaftlich attraktiv, selbst wenn Strom etwa zweieinhalbmal teurer ist als Gas, so die Cool Heating Coalition.

Dennoch sind die Anschaffungskosten einer Wärmepumpe deutlich höher als die eines Gasheizkessels, was viele Haushalte abschreckt. Ohne gezielte finanzielle Unterstützung ist der Umstieg für einkommensschwächere Familien unerschwinglich.

Forderungen nach Reform

Der Branchenverband Eurelectric, der den europäischen Stromsektor vertritt, fordert eine Verlagerung der Steuerlast von Strom auf fossile Brennstoffe, insbesondere Gas, um die Haushaltskosten zu angleichen und einen klaren Preis‑Anreiz für Strom zu schaffen. Das Climate Action Network Europe hingegen schlägt vor, alle Energieträger einheitlich zu besteuern, um Marktverzerrungen zu vermeiden.

Die EU drängt nun die Mitgliedstaaten, die Preislücke zwischen Strom und Gas zu schließen, doch jede substanzielle Reform hängt von den nationalen Regierungen ab, die bislang wenig Bereitschaft gezeigt haben, die gasfreundliche Steuerbehandlung aufzugeben.

Bleibt das Steuersystem unverändert, wird das Ziel, fast die Hälfte Europas, von Autos über Wärmepumpen bis hin zu Industrieprozessen, mit sauberem Strom zu versorgen, zunehmend unrealistisch. Die Kosten der Energiewende würden weiter steigen, während die Haushalte eine unverhältnismäßig hohe Belastung tragen.

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